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Fachbegriffe leicht und verständlich formuliert

Das Kniegelenk

Das Kniegelenk ist ein sehr kompliziertes Gelenk. Es erlaubt Streck-, Beuge- und in geringem Maße auch Drehbewegungen. Das Gelenk ist starken Belastungen ausgesetzt und deshalb sehr verletzungsgefährdet. Die häufigsten Knieverletzungen sind Meniskusverletzungen und ein Riss des Kreuzbandes. Dabei kommen insbesondere den Kreuzbandverletzungen aufgrund ihrer Komplexizität eine gesonderte Stellung zu.

Der Meniskus

Der Meniskus besteht aus zwei halbmondförmigen Knorpelscheiben, nämlich dem Innenmeniskus und dem Außenmeniskus. Er bildet somit einen Puffer zwischen Ober- und Unterschenkel, der als Stoßdämpfer wirkt und nebenbei zur besseren Verteilung der "Gelenkschmiere" dient.

Die hohe mechanische Beanspruchung führt auf Dauer zu einem Verschleiß, der sich durch kleine Rissbildungen und Ausfransungen darstellt. Eine Drehbewegung im gebeugten Kniegelenk mit gleichzeitiger hoher Krafteinwirkung kann zu einem Einriss führen. Abgerissene Meniskusteile können dann zwischen die Gelenkflächen geraten.

Dies führt zu einer schmerzhaften Bewegungs- und Belastungseinschränkung des Kniegelenks und zu mechanischen Schädigungen des Gelenkknorpels. Unter den zahlreichen Verletzungsmustern des Innenmeniskus sind die drei häufigsten:

  1. Korbhenkelriss
  2. Lappenriss
  3. Radiärriss

Dazu werden bei Einrissen arthroskopische Verankerungsnähte gelegt und ein modifiziertes Behandlungskonzept in der Rehabilitation durchgeführt. Wenn der Meniskus zu starke Abnutzungsveränderungen (Degeneration) oder Einrisse im nicht durchbluteten Anteil zeigt, muß das kranke Gewebe operativ entfernt werden, damit es nicht zu Verschleißschäden der benachbarten Knorpelzonen kommt.

Knorpelschäden können unter bestimmten Umständen wiederhergestellt werden. Dazu werden in der Praxisklinik Knochen-Knorpel-Transplantationen angewendet oder nach arthroskopischer Entnahme gezüchtete körpereigene Knorpelzellen auf einem Gewebe-Träger eingesetzt (ACT-Verfahren). Bei stärkerer Degeneration werden Reizbohrungen, die sog. Mikrofrakturierung zur Neubildung eines Ersatzknorpels aus bindegewebigen Stammzellen (Fibroblasten) oder Knorpelglättungen in Kombination durchgeführt.

Wesentlich für den Erfolg dieser Operationen ist die Kontrolle der belasteten Beinachse sowie der dosierte Muskelaufbau (Rehabilitation) zur dynamischen Stabilisierung.

Kreuzbandverletzung

Das vordere und das hintere Kreuzband sind zentral im Kniegelenk gelegene stabilisierende Bandstrukturen, die entscheidend zur Gelenkführung beitragen. Verletzungen der Kreuzbänder, eine der häufigsten Sportverletzungen (Handball, Fußball, Squash, Skifahren etc.) mit Verlust der Bandfunktion, führen regelmäßig zu verminderter Belastungsfähigkeit des Kniegelenkes und späteren Verschleißschäden des Knorpels durch die unphysiologische Überlastung.

Kreuzbandverletzungen können arthroskopisch behandelt werden. Während eine Naht des hinteren Kreuzbandes bei frischen Verletzungen technisch möglich ist und zur Heilung führen kann, kann die frische Verletzung des vorderen Kreuzbandes nicht aussichtsreich genäht werden. Das gängige Verfahren zur Behandlung frischer vorderer Kreuzbandverletzungen, ebenso wie bei veralteten vorderen und hinteren Kreuzbandschäden, ist die arthroskopische Kreuzbandersatzplastik.

Dabei wird das verletzte oder insuffiziente Kreuzband durch körpereigenes Sehnengewebe [Semitendinosussehne = eine Sehne an der Oberschenkelinnenseite oder Patellarsehne = Kniescheibensehne] ersetzt. Das Sehnengewebe wird vollständig arthroskopisch kontrolliert durch kleine Knochenkanäle an den Platz der verletzten Kreuzbänder eingezogen.

Gelenkknorpel

Der Gelenkknorpel ist ein druckfestes Stützgewebe, welches die Gelenkflächen von Knochen überdeckt, die beweglich miteinander verbunden sind. Der im gesunden Gelenk vorkommende sogenannte hyaline Knorpel zeichnet sich durch eine hohe Druckfestigkeit und stoßdämpfende Eigenschaften aus.

Da der Knorpel aber im Gegensatz zu vielen anderen Geweben des Körpers nicht durch Blutgefäße versorgt wird, hat er nach Verletzungen oder Verschleißver-änderungen nur ein begrenztes Selbstheilungsvermögen. Knorpelschäden können aber durch arthroskopische Operationen behandelt werden.

Gelenkkörper

Freie Gelenkkörper entstehen auf der Grundlage lokaler oberflächlicher Durchblutungsstörungen der Knochensubstanz unter der Knorpeloberfläche oder degenerativer Veränderungen. Diese kleinen Gelenkanteile können ihren Ursprungsort verlassen und sich im Kniegelenk bewegen, aber auch zu Blockaden führen. Diese freien Gelenkkörper können unter arthroskopischer Sicht entfernt werden.

Plica-Syndrom

Das Plica-Syndrom kann ähnliche Beschwerden wie ein Meniskusschaden verursachen. Die Schmerzen treten jedoch meist nicht so akut auf und sind oft mit einer Art Klemmen bei der Kniebewegung vergesellschaftet.

Eine Plica ist eine Schleimhautfalte der Gelenkinnenhaut und kann bei zu großer Ausdehnung zu Beschwerden führen. Die Therapie des Plica-Syndroms ist die Entfernung der Schleimhautfalte bei einer Arthroskopie.

Ellenbogengelenk

Das Ellbogengelenk ist ein sehr enges Gelenk und biomechanisch komplex aufgebaut. Arthroskopische Operationen am Ellbogengelenk werden vorwiegend zur Abklärung oder Beseitigung von Bewegungseinschränkungen oder Entfernung freier Gelenkkörper, die die Gelenkmechanik stören, vorgenommen.

Schultergelenk

Schmerzhafte Erkrankungen der Schulter können in vielen Fällen arthroskopisch behandelt werden. Die Arthroskopie der Schulter kommt zum Einsatz sowohl bei verletzungsbedingten Schäden als auch bei chronischen Schmerzen infolge Verschleißerscheinungen der Kapsel und der Sehnen.

Impingement - Syndrom der Schulter

Es handelt sich hierbei um eine Einengung des sogenannten Subacromialraumes (Schulterdach). Es kommt hierbei zu chronischen Schmerzproblemen beim Anheben des Armes, bei Belastung und auch Ruheschmerzen. Durch die Arthroskopie wird der entzündete Schleimbeutel entfernt und das Schulterdach durch Abfräsen des Knochens erweitert.

Kalkschulter (Tendinitis calcarea)

Durch Kalkeinlagerungen in die Sehnen der sogenannten Rotatorenmanschette kommt es immer wieder zu chronischen oder auch akuten Schmerzen in der Schulter. Diese Kalkeinlagerungen können durch Ultraschall und Röntgen gut dargestellt werden. Die Arthroskopie versucht durch Entfernung der Kalkherde den Krankheitszustand zu bessern.

Rotatorenmanschettenruptur

Die sogenannte Rotatorenmanschette besteht aus drei Sehnen, die zum Oberarmkopf ziehen. Durch Stürze auf den gestreckten Arm oder auch Verschleißerscheinungen können Teile der Sehnenplatte einreißen. Im schlimmsten Fall kann der Arm nicht mehr angehoben werden.

Bei Teilruptur kommt es zu chronischen Schmerzen und Einklemmungserscheinungen. Durch die arthroskopische Behandlung wird die Rissstelle identifiziert und kann dann sowohl arthroskopisch evtl. auch durch einen kleinen Schnitt genäht werden.

Schulterinstabilität

Durch ein Verrenken der Schulter − Luxation − kann es zum Abreißen der Kapsel kommen. Die Kapsel heilt nicht mehr richtig an und es kommt bei der Schulter-instabilität immer wieder zum Ausrenken der Schulter. Die abgerissene Kapsel kann arthroskopisch mit Nähten oder auch Ankern gut fixiert werden.

Schultersteife

Bei langjährigen Schmerzen kann es zur Einsteifung der Schulter kommen infolge einer Kapselschrumpfung. Auch hier lässt sich durch die arthroskopische Behandlung und Lösung der Verwachsungen eine Verbesserung der Schulterfunktion erzielen.

Sprunggelenk

Das obere Sprunggelenk muss die gesamte Gewichtsbelastung des Körpergewichtes während des Abrollvorganges auf den Fuß übertragen. Knorpelschäden sind eine häufige Folge.

Arthroskopische Operationen am Sprunggelenk können bei beginnenden Verschleißschäden oder Bewegungseinschränkungen nach Unfällen Belastungsbeschwerden lindern oder beseitigen.

Durch Entfernung abgelöster Knorpelanteile („freie Gelenkkörper“), Microfracturing des Knorpels zur Ersatzknorpelanregung, Abtragung von Knochenvorsprüngen der Gelenkkanten durch Shaving oder Entfernung überschießender Gelenkschleimhautschwellungen.

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